Zero Waste Teil 2: Junger Niederländer sagt Plastik im Meer den Kampf an!

Im Jahr 2011 machte der 16-jährige Boyan Slat aus den Niederlanden Badeurlaub in Griechenland. Natürlich wollte er im Urlaub ins Meer, um zu schwimmen, zu tauchen und das Wasser zu genießen. Doch als er sich dort auf Tauchgang machte, musste er feststellen, dass hier etwas nicht stimmte. Statt, wie zu erwarten, Fische und andere Meeresbewohner bestaunen zu können, sah Boyan größtenteils nur Plastikteile im Meer herumschwimmen. Diese irritierende Erfahrung nahm der junge Mann zum Anlass, sich dem Plastikmüllproblem im Meer anzunehmen. 2013 startete er mit seinem Projekt „The Ocean Cleanup“, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die Weltmeere von einem großen Teil des dort schwimmenden Plastiks zu befreien. Durch eine erfolgreiche Crowdfunding-Finanzierung konnte das Projekt Ende 2014 in die Tat umgesetzt werden. Es wurde viel Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt, um den technischen Anforderungen des Systems gerecht zu werden. Nach der Fertigstellung der Anlage folgten in den letzten Jahren und Monaten zahlreiche Praxistests.

Nun ist das „System 001“ bereit für seine erste Mission. Gestartet am 02.10. von San Francisco aus, ist die Konstruktion am 17.10. im Herzen des sogenannten „Great Pacific Garbage Patch“ angekommen und hat ihre Aufräumarbeiten begonnen. „Great Pacific Garbage Patch“ wird der riesige Plastikmüllteppich im nördlichen Pazifik genannt, der sich dort durch Meeresströmungen gebildet hat. Neueste Berechnungen eines internationalen Forscherteams gehen davon aus, dass diese Fläche etwa dreimal so groß ist wie Frankreich und ca. 80 000 Tonnen Plastikmüll enthält. Der 600 Meter lange Müllfangarm, an dem eine Art Vorhang drei Meter tief ins Wasser hängt, wird nun durch den Plastikteppich treiben. Die gebogenen Enden sollen sich wie Fangarme um den Plastikmüll legen. Dieser soll später von Schiffen zur weiteren Verarbeitung an Land gebracht werden. Wenn die selbst entwickelte Konstruktion im Pazifik positive Ergebnisse bringt, sollen bis zu 60 solcher Anlagen folgen und in weiteren betroffenen Gebieten für mehr Sauberkeit im Meer sorgen. Das Projekt des jungen Niederländers hat mittlerweile weltweite Aufmerksamkeit erhalten und auch wir finden die Idee super!

2018-10-22T16:46:16+00:00