Tipps gegen Erkältungen – Stärke dein Immunsystem

Tipps um dein Immunsystem zu stärken

Die Temperaturen sinken, die Sonnenstunden werden weniger und der Vorrat an Taschentüchern wird wieder aufgestockt: Die Erkältungszeit ist wieder im Anmarsch. Die beste Vorsorge gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit ist ein starkes Immunsystem. Aber was wirkt tatsächlich, fern ab von Medikamenten? Um ehrlich zu sein, ganz kann man die Vieren meist nicht abwehren. Aber mit unseren Tipps schaffst du es, dein Immunsystem zu stärken und die Symptome abzuschwächen.

1. Sonne tanken

Schnappt euch eure Liebsten und macht einen schönen Herbstspaziergang. Treffen Sonnenstrahlen auf unsere Haut, bildet sich Vitamin D. Dies aktiviert unsere Killerzellen, die Zellen unseres Immunsystems, die kranke Zellen erkennen und abtöten. Das gilt übrigens auch für die Bindehaut in den Augen. Außerdem steigert die Sonne unsere Laune. Besonders viel Vitamin D steckt übrigens auch in Sardinen oder Lachs. Esst also häufiger mal Fisch – seine Omega-3-Fettsäuren hemmen zudem Entzündungen.

2. Wechselduschen

Ja, Wechselduschen hören sich im ersten Moment nicht besonders verlockend an, vor allem, wenn es draußen kalt ist und man sich nach wohliger Wärme sehnt. Sie zahlen sich aber aus: Wechselduschen kurbeln nicht nur den Kreislauf an sondern stärken auch unser Immunsystem und fördern die Durchblutung. Beginnen sollte man immer mit einer warmen Dusche, aufhören mit einer kalten und beginnen sollte man die Wechseldusche an den Beinen, um von dort nach oben zu wandern. Außerdem ist eine kalte Dusche der ultimative Wachmacher am Morgen und schenkt dir Konzentration für den anstehenden Tag. Wechselduschen verbessert außerdem deine Kälteempfindlichkeit. Automatisch wirst du weniger frieren, wenn die kalten Monate anstehen. Und weniger frieren ist genau das, was wir im Winter alle wollen! Wer sich aber dann doch nicht überwinden kann, der kann auch Fußbäder nehmen: Stellt dafür zwei Wassergefäße nebeneinander, eins mit kaltem und eins mit etwa 38 Grad warmem Wasser, das bis zur Wadenmitte reicht. Stellt eure Füße rund drei Minuten ins warme und anschließend bis zu 20 Sekunden ins kalte Wasser. Wiederholt dies drei Mal. Beendet das Fußbad immer mit kaltem Wasser. Und im Anschluss kann man die Füße eincremen und in dicke Socken packen.

3. Vitamine, Vitamine, Vitamine

Nichts ist wichtiger, um das eigenen Immunsystem auf einem guten Level zu halten, als den Körper täglich mit einer ausreichenden Dosis an Vitaminen zu versorgen.

Entweder frische Früchte im Joghurt zum Frühstück, einen Salat zum Mittagessen oder abends Rohkost zu knabbern. Hier eine Auflistung, wofür die verschiedenen Vitamine wichtig sind:

  • Der Klassiker Vitamin C (enthalten in Kohlgemüse und Zitrusfrüchten) fängt die Freien Radikale – aggressive Sauerstoffteilchen, die unsere Zellen beschädigen. Es kann zwar einer Erkältung nicht vorbeugen, dafür aber die Infektdauer und die Symptome mindern.
  • Vitamin A (enthalten in Karotten, Spinat, Tomaten und Paprika) hält die Oberflächen der Schleimhäute feucht und verstärkt dadurch ihre Abwehrleistung. Darum spielt dieses Vitamin besonders bei Erkrankungen eine wichtige Rolle, deren Verursacher durch die Schleimhaut dringen.
  • Vitamin B6 (enthalten in Kartoffeln, Kohlgemüse und Bananen) aktiviert die Abwehrzellen und stimuliert die Produktion von Botenstoffen im Immunsystem. – Vitamin E schützt vor Freien Radikalen und fördert das Heranwachsen und Reifen der Abwehrzellen. Auch die Spurenelemente Zink, Eisen, Selen und Kupfer beeinflussen die Aktivität des Immunsystems positiv.

4. Ausreichend Bewegung!

Also ehrlich gesagt eigentlich: Sport! Dass Sport den Kreislauf ankurbelt und damit unser Immunsystem stärkt ist uns ja nicht neu. Welchen Sport ihr macht, ist eigentlich egal, um das Immunsystem zu stimulieren – regelmäßig sollte es aber sein. Durch Sport steigert ihr die Anzahl Antikörper und die Qualität der vorhandenen Immunzellen verbessert sich. Durch die verbesserte Durchblutung beim Sport können die Immunzellen besser arbeiten. Dabei soll der Sport aber Spaß machen und euch nicht überanstrengen, denn sonst belastet es das Immunsystem anstatt es zu stärken! Habt ihr beispielsweise schon Yoga oder Zumba ausprobiert? Schaut doch mal bei den VHS-Kursen nach. Ein weiterer Vorteil von Sport: Stressabbau. Stress schwächt das Immunsystem, also lassen wir im besser keine Chance. Und als netter Nebeneffekt könnte es sein, dass ihr Gewicht verliert, wenn ihr dran bleibt.

5. Nasenspülungen

Das hört sich jetzt vielleicht etwas ungewöhnlich an, aber ist ein wirklich guter Tipp: Nasenspülungen oder Nasenduschen mit Salzwasser(Spray). Nasenspülungen befeuchten die Schleimhäute und reinigen sie. Normalerweise sind Schleimhäute eher weniger feucht und verschmutzen dadurch leichter. Deshalb haben alle möglichen Krankheitserreger quasi freien Zutritt. Das regelmäßige Reinigen säubert nicht nur, sondern schafft durch die Befeuchtung auch eine Barriere gegen das Festsetzen der Krankheitserreger.

Aber Achtung: Nasenspülungen sollten nie mit reinem Wasser durchgeführt werden, sondern immer mit isotonischen Lösung oder Kochsalzlösung (Alternative: Emser oder Meersalz) um eine Reizung der Nasenschleimhaut auszuschließen. Für die Spülung selbst könnt ihr entweder eine Nasendusche verwenden oder ganz banal die Lösung die Nase hochziehen (ersteres ist einfacher). Wem das zu aufwändig ist, der kann auch ein isotonisches Nasenspray verwenden – das hilft genauso. Was übrigens auch hilft: ein täglicher Salzwasser-Dampf. Neben Nasenspülungen bringen auch Heißgetränke, Suppen und scharfes Essen die Nase zum Laufen.

6. Hände waschen

Hört sich banal an, darf aber bei den Tipps nicht fehlen. Wer sich fünf Mal am Tag gründlich die Hände wäscht, ist Untersuchungen zufolge nur halb so oft erkältet. Bitte beachtet außerdem: Seife auch zwischen den Fingern 20 bis 30 Sekunden verreiben, dann sorgfältig abspülen und abtrocknen. Macht es euch zur Routine, immer gleich die Hände zu waschen, wenn ihr zu Hause oder im Büro ankommt.

7. Finger weg vom Gesicht

Wir denken nach, telefonieren, träumen oder gestikulieren- und greifen dabei oft ganz unbewusst an unsere Augen oder die Nase. Durchschnittlich alle vier Minuten fassen wir uns ins Gesicht! Wer es schafft, das zu reduzieren, vermindert auch die Angriffsmöglichkeiten der Viren.

8. Häufig lüften

Je feuchter die Luft, desto schneller nehmen „ausgenieste“ Schleim- und Speicheltröpfchen Wasser auf und sinken durch dessen Gewicht zu Boden. Dort sind sie ungefährlich. Die Feuchtigkeit tut auch der Nasenschleimhaut gut. Zudem enthält Luft von draußen natürlich viel weniger Viren. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt drei bis vier Mal am Tag mindestens zehn Minuten Frischluftzufuhr, am besten mit einer Stoßlüftung.

9. Viel Trinken

Viel Trinken ist sowieso immer wichtig, aber im Winter zur Stärkung des Immunsystems ganz speziell. Wenigstens 2,5 Liter solltet ihr trinken. So werden eure Schleimhäute ausreichend befeuchtet und ein ausreichend großer Feuchtigkeitsgehalt des Körpers sorgt dafür, dass alle Funktionen des Stoffwechsels gut ablaufen können. Am besten gleich morgens nach dem Aufstehen ein Glas Zitronenwasser trinken. Das baut erstmal ein Flüssigkeitspolster auf und die Zitrone versorgt den Körper mit Vitaminen.

Alle Tipps sind natürlich keine Garantie, dass man keine Viren abbekommt, sondern sie bauen erstmal einen besseren Schutzschild auf. Erwischen kann es euch natürlich trotzdem.

2018-09-27T16:33:05+00:00