Tipps zum Grillen – was Du unbedingt beachten solltest!

Die Grillsaison läuft auf Hochtouren. Damit bei der nächsten Grill-Party auch nichts schief geht, haben wir ein paar Tipps.

  1. Um den Grill anzünden zu können, ist die richtige Wahl der Grillkohle wichtig. Die klassische stückige Holzkohle ist sehr leicht entzündbar und erspart dadurch langes Anglühen. Sie verglüht aber auch schneller. Hochwertige Holzkohle erkennt man an ihren langen, aber feinen Stücken. Stückige Holzkohle empfiehlt sich für schnelles Grillen bei geringen Essensmengen. Holzkohlekissen oder Grillbriketts hingegen erzeugen lange Hitze. Sie sind ideal für ausgedehnte Grillabende oder große Essensmengen. Grillbriketts brauchen etwas länger, bis sie entflammen, ersparen aber das ständige Auffüllen neuer Kohle. Zum Grillen oder Grill anzünden sollten auf keinen Fall normale Holzstücke, Tannenzapfen oder Zweige verwendet werden. Die enthaltenen Harze können ungesunde Bitterstoffe erzeugen. Um den Grill anzuzünden, werden die Kohle oder die Briketts zu einer Pyramide aufgeschichtet. Dabei spielt die Menge der verwendeten Holzkohle eine große Rolle: Hier ist weniger anfangs mehr. Zu empfehlen ist eine feste Anzündhilfen auf Holz-Wachs-Basis. Unser Tipp: Das Zünd-Bäggla, welches regional und nachhaltig in Zusammenarbeit bei den Lebenshilfen-Werkstätten hergestellt wird.
  2. Gepökeltes Fleisch oder Fleischerzeugnisse nicht über 130 Grad erhitzen, sonst entstehen Nitrosamine, die eine krebserregende Wirkung verursachen.
  3. Da beim Grillen meist diese Temperatur überschritten wird, sind Kassler, Speck, Schinken und gepökelte Würste eher nicht geeignet.
  4. Geeignete Würste ist die „weiße Ware“, also Bratwürste, Kalbsbratwürste. Bei etwa 160 Grad angrillen damit sie nicht aufreißen. Dann auf 180 Grad erhöhen für Geschmack und Kruste.
  5. Kein „direktes Grillen“ – dies wird ebenso als krebserregend eingestuft. Direktes grillen heißt unten die Glut, darüber der Rost mit dem Grillgut – was passiert: Fett tropft vom Grillgut ab, direkt in die glühende Kohle. Bei den hohen Temperaturen wird das Fett verbrannt (man erkennt dies sofort durch aufsteigenden Qualm und Rauch), es entstehen die Benzpyrene und diese werden mittels Rauch nach oben auf das Grillgut, sprich Steaks und Würste übertragen. Beim Grillen mit Holzkohle daher lieber Folie oder Bratschalen verwenden.
  6. Marinieren von Fleisch: Marinieren bedeutet, Fleisch in Öl mit Gewürzen nach Geschmack wie z.B. Knoblauchzehen, Rosmarinzweige, Salbei über mehrere Stunden einlegen. Es sollte nur sehr mageres Fleisch eingelegt werden wie Filet, Lende, Hühnchen- oder Putenbrust. Dies hat den Vorteil, schlägt das Wetter um, kann man das Grillgut bedenkenlos einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.
  7.  Kein Salz, denn das ist der Killer für alle Steaks – es zieht Flüssigkeit, also Saft aus dem Fleisch und so brät es trocken. Hier gilt: kein Salz in die Marinade und auch nicht auf das Fleisch vor dem Braten.
  8. Pulvergewürze: Pulvergewürze wie Paprika und Curry sind auch immer mit Vorsicht zu genießen. Bei hohen Temperaturen verbrennen diese Gewürze schnell, werden bitter und übertragen dies auf das Fleisch. Hier ist es in jedem Fall besser, Grillsaucen, Senf, Meerrettich, Dips, Chutneys und Salz und Pfeffer auf den Tisch zu stellen, dann ist für jeden Geschmack etwas dabei und das Grillgut kommt so geschmacklich am besten durch.
  9. Grillen von Fisch: Ganze Fische werden langsam bei etwa 140 bis 150 Grad gegrillt. Durch die zarten Fasern und den hohen Eiweißgehalt erreichen Fische sehr schnell den Garpunkt. Wird dieser verpasst, wird der Fisch hart und faserig. Bei ganzen Fischen kann man die Beschaffenheit testen, indem man mit einem spitzen Messer oder Holzspieß hinter den Kiemen einsticht. Auch hier brauchen Sie also ein wenig Fingerspitzengefühl, das nur durch Erfahrung zu erreichen ist. Bei Fischfilets ist es einfacher. Da kann man mit einem spitzen Messer kurz einschneiden und sieht schnell und eindeutig den Gargrad.
  10. Gemüse grillen: Sie sollten Gemüse stets bei etwa 160 bis 170 Grad grillen und es zuvor mit etwas Öl einpinseln. Da Gemüse selbst kaum Fett enthält, würde es sonst auf dem Grill schnell austrocknen und anbrennen. Sollten Sie Gemüse, Fleisch oder Fisch auf Holzspieße stecken, diese bitte vorher in kaltem Wasser gut wässern, erstens, löst sich das Gargut besser ab, zweitens, fängt der Holzspieß kein Feuer beim direkten Grillen.

Viel Spaß beim Grillen!

Ach übrigens: Die schönen Grillanzünder „Zünd-Bäggla“ eignen sich auch hervorragend als Gastgeschenk zur Grillparty!

2018-08-09T16:43:01+00:00